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Faszination Haareis

Fast übersehen packt uns die Faszination Haareis bei unserer Wanderung im Reinhardswald. Weit verteilt an einzelnen Plätzen leuchten weiße Flecken am Waldboden. Es ist kalt, um die 0° Celcius, aber es hat nicht geschneit. Wir nehmen die feinen Eiskunstwerke auf, betrachten diese und diskutieren den Rest der Wanderung, wie es wohl zu dieser außergewöhnlichen Naturerscheinung kommt.

Letzte Klarheit bring erst die Recherche am heimischen Rechner. Parameter wie Pilze, Temperatur, Feuchtigkeit, Holzsorte- und beschaffenheit und vieles mehr müssen sauber aufeinander abgestimmt sein, damit Wasser aus dem Holz austritt, an der Oberfläche gefriert und von unten kontinuierlich weiter gefüttert wird. So wachsen die nur 0,02mm dicken Eisfäden bis zu 20cm aus dem Holz und bilden unglaubliche Strukturen wie Locken und Wellen manchmal mit einem klaren Scheitel und Zonen, aber ohne sich zu verzweigen.

Das Phänomen ist außerordenlich selten, wurde erstmals von dem Meteorologen sowie Polar- und Geowissenschaftler Alfred Lothar Wegener beschrieben und hat erst in den letzten rund zehn Jahren seine vorläufige Klärung erfahren. Für alle Interessierten haben wir im folgenden eine Sammlung wertiger Quellen zum Thema zusammengestellt:

Wikipedia: Haareis

Geo: Naturschauspiel – So entsteht haariges Eis

Spektrum: Wie haariges Eis entsteht

Deutscher Wetterdienst: Haareis

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Eis, so fein wie Wolle

Deutschlandfunk: Dem Haareis auf der Spur

Gerhart Wagner, Stettlen; Christian Mätzler, Bern: Haareis – Ein seltenes biophysikalisches Phänomen im Winter

Alfred Lothar Wegener – Deutscher Meteorologe sowie Polar- und Geowissenschaftler

„Windpark Reinhardswald dagegen“ will neben Fakten zum möglichen Bau der zunächst 20 Windkraftanlagen im Reinhardwald darüber hinaus auch interessante und wissenswerte Informationen aus dem breiten Korridor des Themas “ Wald“ insgesamt zur Verfügung stellen.