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Studie der Universität Kassel

In einer Studie zeigt Prof. Dr. Tobias Plieninger, der eine gemeinsame Professur an der Universität Kassel und Universität Göttingen inne hat, dass die Notwendigkeit zum Schutz von Landschaft und Natur zum Erhalt der psychischen und physischen Gesundheit viel zu wenig Beachtung in der Forschung von Ökosystemdienstleistungen findet.

Die Studie „Perceived contributions of multifunctional landscapes to human wellbeing: Evidence from 13 European sites” wurde in dem Fachjournal “People and Nature” publiziert und ist frei zugänglich (Link).

Als Teil des EU-Forschungsprojektes AGFORWARD zeigt Plieninger mit einem internationalen Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zwölf verschiedener Universitäten u.a. aus Deutschland, Dänemark, Finnland und Spanien, welchen Wert Menschen der Sie umgebenen Landschaft beimessen.

Eine Folgerung aus der Studie ist, dass Landschaften als spezifische Orte mit einem speziellen Beziehungsmodell zwischen Mensch und Natur jeweils Ausgangspunkt für Planungs- und Managemententscheidungen sein sollten.

„Die vielfältigen Beziehungen von Mensch und Natur in ländlichen Räumen, ihr Gefüge und ihre Bedeutung für das Wohlbefinden der Menschen sind zentral für eine nachhaltige Landschaftsentwicklung und sollten vor Planungs- und Managemententscheidungen identifiziert und benannt werden“, sagt Dr. Mario Torralba von der Universität Kassel.

Universität Kassel „Landschaften sind wichtig für Leib und Seele“

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Windpark Reinhardswald – geplanter Standort der Windkraftanlage 15

In diesem Video zeigen wir den geplanten Standort der Windkraftanlage 15. Zu erreichen erneut über den Wanderparkplatz „Forstscheid“, dem Teerweg in nördlicher Richtung für rund 2000m folgen. Dann etwa 50m nach rechts in den Wald treten.

Die Koordinaten aller geplanten Windkraftanlagen sind über diesen Link zu finden.

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Insider Information

Wir befinden uns an der Ladesäule für Elektroautos am Kassel Airport in Calden. Nachdem neben uns ein Smart andockt fällt nach kurzer Zeit die Ladesäule aus. Das Display bleibt dunkel, meine Renault Zoe stellt ihren Ladevorgang ein. Da der Akku schon fast voll ist, entsteht für mich kein großes Problem. Um aber den nachfolgenden Elektroautofahrern eine funktionsfähige Ladesäule zu garantieren, rufe ich die auf der Säule angegebene Hotline der EAM an. Ein netter Herr am anderen Ende, der in dem Gespräch erläutert, dass er eigentliche nur für die Hoch- und Mittelspannungsnetze zuständig ist, versucht mit seinem Remote-Zugang die Ladesäule wiederzubeleben.

Bank mit Flugzeug am Flughafen Calden

Während dem Gespräch sage ich humorvoll: „Das ist jetzt wohl die Infrastruktur für die neue Elektromobilität, die laut unserer Kanzlerin jetzt total durch die Decke geht“. Der nette Herr lacht und erwidert: „Noch schlimmer ist es, wenn die Kanzlerin über Windenergie spricht“. „Warum?“, frage ich. Er: „Jedes Wochenende verglühen uns hier die Leitungen, wir wissen nicht wohin mit dem ganz Windstrom, die Anlagen werden heruntergefahren und dafür, dass uns das Ausland den Strom abnimmt, müssen wir jede Menge Geld bezahlen“. Ich wiederum: „Dann will ich mich gerne dafür einsetzen, dass im Naturpark Reinhardswald nicht noch mehr Windenergieanlagen entstehen, um die Sie sich dann auch noch kümmern müssen.“ Er: „Das würde mir das Leben wirklich erleichtern“.

Aus der Entfernung ließ sich die Ladesäule dann leider nicht wieder zum Leben erwecken. Der nette Herr organisierte im Anschluss an unser Gespräch einen Monteur.

Das Austausch zeigt, dass stumpfe Zubauregeln mit simplen Formeln nicht zu einem leistungs- und tragfähigen System führen. Auf so dünnem Eis den Naturpark Reinhardswald opfern? Ohne uns! Es braucht einen Masterplan. Es braucht Speicherkonzepte und die Einbeziehung der Themen Wärme und Verkehr. Es bracht ganzheitliche Lösungen und keine Flickenteppiche, die bei geringem Nutzen langfristige Schäden erzeugen.

Windkraft im Reinhardswald? Wir sind dagegen!

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Wundervoller Urwald Sababurg

Keine Sorge! Wir wollen die Themen nicht vermischen oder gar missbrauchen, wie es häufig in anderen Medien geschieht. Der Urwald Sababurg ist ein Teil des Reinhardswaldes, nicht aber Teil der Bereiche, die mit Windkraftanlagen bebaut werden sollen.

Der Urwald Sababurg erstrahlt durch seine uralten Baumbestände, seinen Zauber und seine Naturbelassenheit. In einem der folgenden Beiträge werden wir aber auch zeigen, dass nicht nur der Urwald Sababurg von einer eindrucksvollen Struktur geprägt ist. Gleichermaßen finden sich solche Bereiche auch in den ausgewiesenen sogenannten „Vorranggebieten“, die mit vielen Windkraftanlagen bebaut werden sollen.

Der Begriff „Vorranggebiete“ wird dabei häufig missverstanden und ist laut Wikipedia folgendermaßen definiert:

Vorranggebiete sind in § 7 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 ROG definiert als„Gebiete, die für bestimmte raumbedeutsame Funktionen oder Nutzungen vorgesehen sind und andere raumbedeutsame Nutzungen in diesem Gebiet ausschließen, soweit diese mit den vorrangigen Funktionen oder Nutzungen nicht vereinbar sind“.

Weiter steht im Artikel:

Naturparks: Dienstleistungen können aufgebaut werden, aber insgesamt darf der landschaftliche Reiz und die ökologische Vielfalt nicht beeinträchtigt werden.

Unter dem Thema Naturpark wiederum findet man Ausführungen, dass Naturparks der touristischen Nutzung mit hohem Erholungswert zuzuführen sind.

Damit wir der Begriff „Vorranggebiet“ greifbar. Der Aufbau mehrerer Windparks im Naturpark Reinhardswald bekommt „Vorrang“ vor der respektvollen Nutzung durch den Tourismus mit hohem Erholungswert für den Menschen.

Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, Tiere und Pflanzen in diesem Räumen Vorrang haben vor einer industriellen Nutzung durch Windenergieanlagen, die vielfach aus einem Prinzip der Schmerz- und Anstrengungsvermeidung dort platziert werden, weil Genehmigungsverfahren an Autobahnen, Stromtrassen oder anderen ohnehin schon stark belasteten Gebieten vielfältigere Besitzstandsstrukturen der notwendigen Grundstücke haben.

Wir sagen „NEIN“ zur Windkraft im Naturpark Reinhardswald!

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Windpark Reinhardswald – geplanter Standort der Windkraftanlage 16

In diesem Video zeigen wir den geplanten Standort der Windkraftanlage 16. Zu erreichen erneut über den Wanderparkplatz „Forstscheid“, dem Teerweg in nördlicher Richtung für rund 2000m folgen. Dann etwa 100m nach rechts in den Wald treten.

Die Koordinaten aller geplanten Windkraftanlagen sind über diesen Link zu finden.

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Bannerflächen gesucht

Das Aktionsbündnis „Rettet den Reinhardswald“ sucht Bannerflächen in Kassel, Hofgeismar und Hann.-Münden. Könnt Ihr helfen? Wer von euch kann in diesen Städten noch einen Platz anbieten, an dem die Banner von „Rettet den Reinhardswald“ gut sichtbar hängen könnten? Sie liegen in der Größe 3 m x 1,50 m vor und weisen rundherum Ösen auf. Bitte meldet euch bei info@rettet-den-reinhardswald.de !

Vielen Dank!

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Der Reinhardswald braucht dich!

Der Reinhardswald braucht dich! Wir sind überzeugt davon,
dass viele Menschen aus der Region und darüber hinaus „ihren“
Reinhardswald für einen überaus schützenswerten Lebensbereich für Tiere, Menschen und Pflanzen halten.

Für die Gesetzgebung und die Planung von Lebensraum ist es für uns ganz selbstverständlich, dass beispielsweise unsere Altstädte erhaltenswert sind und nicht durch beliebe Infrastrukturmaßnahmen oder architektonische Abwandlungen beeinflusst werden dürfen.

Weil für den Menschen dadurch ausstrahlungsstarke, befriedende und genüsslich Lebensräume entstehen.

So trennen wir auch Industriegebiete von Wohngebieten und vieles mehr.

Weil für Menschen damit klar erkennbare Orte entstehen, die einen hohen Wert für Leben, Freizeit, Arbeit, Regeneration und Genuss darstellen.

Genau deswegen braucht es den Reflex, die Logik, das Verständnis wie auch flächendeckende Regelungen, dass die wertvollsten Wald und Naturgebiete unseres Landes ganz unverändert und natürlich einen klar erkennbaren Lebensraum für Tiere, Menschen und Pflanzen darstellen, der kein Ort für wirtschaftlich Interessen, Gewinnaussichten oder auch insgesamt notwendige Technologien der Energiewende ist.

Auf der Facebook-Seite von Gero Lenhardt / Mein Reinhardswald war
kürzlich folgendes Zitat zu finden:

Als der Wald zum nachwachsenden Rohstoff wurde, verrohte das Verständnis für den Wald.
(Klaus Ender)

Unsere Entscheidung ist relevant für viele Jahre, viele Jahrzehnte und Jahrhunderte.

Aber jetzt zurück zum Titel des Beitrags: der (Reinhards-)Wald
braucht dich als sichtbaren Teil der Verantwortung gegenüber diesem Naturgebiet! In irgendeiner Form. Aktiv oder passiv. Es gibt so viele Möglichkeiten! Wer sich an der konkreten Mitarbeit, an den Versammlungen und Demonstration nicht beteiligen kann der hat doch immer auch die Möglichkeit online an Petionen teilzunehmen oder die
Facebook- und Twitter-Kanäle der Bürgerinitiativen wie
Windpark Reinhardswald – dagegen„, „Rettet den Reinhardswald„,
Pro Märchenland„, „Bürgerinitiative Pro Reinhardswald„,
Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald“ der „Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald
“ oder anderen für die eigene Zustimmung zu nutzen.
Wenn möglich entscheiden Sie sich nicht für eine dieser Bürgerinitiativen sondern für alle.
Es ist ein Unterschied, ob diese in der öffentlichen
Wahrnehmung, in der Wahrnehmung der Presse oder der Gesetzgeber
mit 100, 1.000 oder 10.000 Unterstützern sichtbar sind.

Macht mit! Jetzt!

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Windpark Reinhardswald – geplanter Standort der Windkraftanlage 17

In diesem Video zeigen wir den geplanten Standort der Windkraftanlage 17. Zu erreichen erneut über den Wanderparkplatz „Forstscheid“, dem Teerweg in nördlicher Richtung für rund 700m folgen. Dann etwa 100m nach links in den Wald bzw. den verbliebenen Baumbestand treten.

Die Koordinaten aller geplanten Windkraftanlagen sind über diesen Link zu finden.

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Im Bann des Reinhardswaldes

Mit dem Film von Ullrich Schaffrath „Im Bann des Reinhardswaldes“ hat der Hessische Rundfunk eine absolut sehenswerte Dokumentation über das größte und eines der schönsten Waldgebiete des Landes gedreht.

Kenner des Waldes wie Gero Lenhardt (Mein Reinhardswald), Michael Heyer (Forstamt Reinhardshagen Revierleitung Waldhaus) und Anette Zimmermann (Führungen im Urwald Sababurg) berichten über die Besonderheiten, die Entstehung, die Geschichten und Sagen des Waldes.

Unbedingt einschalten!

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Berufung wahrscheinlich

In dieser Runde konnte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) mit ihrem Landesvorsitzenden Bernhard Klug, Ex-Bürgermeister von Trendelburg, noch nicht erfolgreich gegen den Bau von drei Windrädern im Reinhardswald knapp an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen abschließen.
Hinweise auf die nicht ausreichende Berücksichtigung der Bedürfnisse
des Rotmilans und der Fledermaus wie auch die Ausführungen zum Denkmalschutz konnten das Gericht nicht zur Ablehnung des Vorhabens bewegen. Vorwürfe an das Regierungspräsidium und die Windpark Bad Karlshafen GmbH bezüglich nicht ausreichender Antragsprüfung wurden von deren Vertretern zurückgewiesen.
Bernhard Klug berichtet, dass der SDW nun eine Berufung gegen das Urteil prüfe. Windrädern in einer Region wie dem Reinhardswald müsse weiter der Kampf angesagt werden. „Windpark-Reinhardswald-dagegen“ wünscht viel Erfolg und sichert seine Unterstützung zu!