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Nachhilfe für Vizelandrat Andreas Siebert

Vor einigen Monaten diktiert Vizelandrat Andreas Siebert den örtlichen Gazetten eine leichtfertige Unbedenklichkeit gegenüber den Einflüssen mehrere Windparks im nordhessischen Naturpark Reinhardswald in die Federn. So heißt es:

Die touristische Akzeptanz werde durch Windkraftnutzung nicht gefährdet, lautet die Einschätzung von Andreas Siebert, Vizelandrat und Vorsitzender des Naturparks Reinhardswald. Das zeige die Erfahrung aus anderen Naturparken. Dies setze allerdings voraus, dass der Bau von Windkraftanlagen „mit Augenmaß erfolgt“.
Andreas Siebert in der HNA vom 03.06.2020

Das vielerorts vollständig andere Einschätzungen seitens der Regionalpolitik vorliegen zeigt ein Blick nach Südhessen:

Im Rheinganz-Taunus-Kreis wurden in diesem Jahr 13 von insgesamt 16 Weißflächen gestrichen.
Weißflächen sind Zonen, die im ersten Schritt weder als Vorranggebiete für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen noch von vorneherein zu Tabuzonen für Rotoren erklärt werden.
Die verbleibenden drei Zonen liegen im Rheingau und in Heidenrod. Die Gemeinde Heidenrod erklärt, dass „eine weitere Prägung der Landschaft durch zusätzliche Windräder dem Ziel der geplanten Stärkung des Tourismus zuwider laufe.
Der Landkreis Rheingau bekräftigt ebenfalls seine ablehnende Stellungnahme mit Fokus auf die Erhaltung einer einzigartigen Kulturlandschaft. „Der Eingriff in das Landschaftsbild wäre enorm“, heißt es. (FAZ vom 21.11.2020)

So wünschen sich Wald- und Naturschützer mit Blick auf den Reinhardswald, das Andreas Siebert durch die eine oder andere Nachhilfestunde der südhessischen Kollegen alsbald zu neunen Erkenntnissen kommt und sich als schützendes Schild vor die Region und seine Werte stellt.

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Trendelburgs SPD am Tiefpunkt

Trendelburgs SPD ist offensichtlich an ihrem Tiefpunkt angekommen. So titelt sie am 30.09.2020 in der Ausgabe von „Hofgeismar Aktuell“ mit folgender Anzeige:

SPD Trendelburg am Tiefpunkt

Das hat nichts mit Energiewende zu tun! Die SPD in Trendelburg wie auch die Energiegenossenschaft Reinhardswald insgesamt, die Städtische Werke, die EAM Natur GmbH, die Stadtwerke Eschwege installieren im Reinhardswald Investitionsprojekte mit Gewinnerwartung und verhökern Naturraum auf Kosten vieler anderer. Während Bad Karlshafen, Reinhardshagen, Oberweser, Hann. Münden wie auch Hofgeismar die Region in ihren Werten beschützen, greifen Grebenstein, Immenhausen, Fuldatal und Trendelburg in die Trickkiste, um die Gemeindekassen zu füllen. Fred Dettmar, amtierender Bürgermeister in Reinhardshagen machte gerade erst in einem HNA Artikel vom 30.09.2020 klar, dass der Schutz der Region wie auch der Natur kein Widerspruch zu dem Ziel einer nachhaltigen Haushaltsführung darstellt.

Die Energiewende bleibt ohnehin außen vor. Sonst würden die SPD in Trendelburg wie auch alle anderen Befürworter des Projektes die Gewinne in den Ausbau von Solar-, Biogas- und insbesondere Speicherprojekten in der Region reinvestieren, um die Grundlastfähigkeit des Gesamtsystems Stück für Stück auszubauen, da nur auf diesem Weg der Parallelbetrieb fossiler Infrastruktur zur Energiegewinnung mit der volatilen regenerativen Energiegewinnung ein Ende finden kann.

Im wald- und naturreichen Nordhessen müsste aber vielmehr gelten, was Thüringens CDU und FDP proklamieren:

„Der umwelt- und energiepolitische Sprecher der Landtags-CDU, Thomas Gottweiss, machte deutlich, dass die Fraktion nicht gewillt ist, auch nur einen einzigen Quadratmeter Wald für Windräder zu opfern. Deshalb werden wir uns weiter für ein gesetzliches Verbot von Windkraft im Wald einsetzen.“

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Blog Politik

Wald bleibt Wald

Die Berichterstattung in den Medien geht kuriose Wege. In Bild und Text wird ein durch Borkenkäfer und Windbruch geschädigter Reinhardswald in die Köpfe der Menschen transportiert, dessen Wert derart erniedrigt scheinen soll, dass sich der Bau von mehreren Windparks im Reinhardswald im Handumdrehen rechtfertigen lässt.

Beides ist falsch. Es ist falsch, dass der Reinhardswald einer Wüste gleich seinem Baumbestand entledigt ist und es ist falsch, dass ein wie auch immer gearteter Zustand des Waldes eine Bebauung mit Windparks zulässt. Wald bleibt Wald.

In Artikeln wie „Der Reinhardswald ist keine Wüste„, „Märchenwald Reinhardswald“ oder „Geplanter Standort der WKA 11“ zeigen wir den Reinhardswald in seiner Beständigkeit im Sommer 2020.

Wir konnten Schützer und Botschafter des Reinhardswaldes wie

Harald Wegener (Bürgermeister Hann. Münden),
Fred Dettmar (Bürgermeister Reinhardshagen),
Bernhard Klug (Bürgermeister Trendelburg a.D. und Landesvorsitzender Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Hessen e.V.)
Hermann-Josef Rapp (stellv. Forstamtsleiter Forstamt Reinhardshagen a.D. oder auch bekannt als „Die Stimme des Reinhardswaldes“)

Die Freie Wähler-Fraktion des Landkreis Kassel mit ihrer Fraktionsvorsitzenden
Dr. Bärbel Mlasowsky (Zierenberg)
Albert Kauffeld (stellv. Bürgermeister Reinhardshagen)
Bruno Leck (Schauenburg)
Irmgard Croll (Calden)
Gerhard Niemeyer (FWG Trendelburg)

gewinnen, um an verschiedenen geplanten Windkraftanlagenstandorten aufzuzeigen, dass der Reinhardswald regenerationsstark, lebhaft und kraftvoll ist.

Harald Wegener am geplanten Standort der WKA 15

„Bürgermeister Harald Wegener, Hann. Münden, sieht sich einer Wertegemeinschaft zugehörig, um die so wichtigen Naherholungsfunktionen des gesamten Reinhardswaldes zu erhalten. Dazu ist er bereit, die Nachbarn seiner Kommune zu unterstützen, weil Naturschutz keine Grenzen kennt. Einziges Ziel muss die nachhaltige Aufforstung unserer Wälder sein, die nach Stürmen, Dürre und Käferbefall gelitten haben.
Eine finanzielle Ausbeutung des Waldes steht diesem Ziel entgegen und muss mit Nachdruck verhindert werden.“

Harald Wegener, Bürgermeister Hann. Münden

Fred Dettmar am geplanten Standort der WKA 20

„Der Wald leidet, aber lebt und er braucht unsere Hilfe nicht unbedingt.

Naturverjüngung schafft er alleine, Wiederaufforstung ist unsere Aufgabe.

Was er definitiv nicht braucht ist die zusätzliche Belastung und Versiegelung durch Windräder und Zufahrtsstraßen.

Gemeinsam dagegen – für unseren Wald

Fred Dettmar, Bürgermeister Reinhardshagen

Bernhard Klug am geplanten Standort der WKA 19

„Es ist höchste Zeit, den Wald nicht als Spielwiese für Windkraft zu betrachten. Seine Funktion als CO² Speicher ist überlebenswichtig für uns.
Deshalb ist eine gut durchdachte Aufforstung von Brachflächen mit klimaverträglichen Bäumen wesentlich wirksamer als es eine Windenergieanlage jemals sein kann!“

Bernhard Klug, Bürgermeister a.D.
Landesvorsitzender Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Hessen e.V. (SDW Hessen)

Hermann Josef Rapp am Wanderparkplatz Forstscheid (kein WKA Standort)

„Der Reinhardswald hat durch Stürme, Dürre und Borkenkäfer schwerste Schäden erlitten.
Er braucht nun Sachverstand, Investitionen und Ruhe, um wieder die volle Leistungskraft zum Wohle aller Bürger zu erlangen und keine neuen Wunden durch den Bau riesiger Windräder.“

Hermann-Josef Rapp, stellv. Forstamtsleiter Forstamt Reinhardshagen a.D. oder auch bekannt als „Die Stimme des Reinhardswaldes“

FW-Kreistagsfraktion mit Gerhard Niemeyer von der FWG Trendelburg am geplanten Standort der WKA 11

„Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler die schon seit Jahren im Kreistag aber auch außerhalb gegen die Zerstörung des Reinhardswaldes kämpft hat sich unter sachkundiger Führung von Karsten Leineke ein Bild vor Ort einer geplanten Windkraftanlage gemacht.
Sie fühlt sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass sich der Wald auch nach Windwurf und Borkenkäferbefall wieder regeneriert.
Es wäre nicht wieder gutzumachen, würde dieses „Schatzhaus der Europäischen Wälder „ durch große Windkraftanlagen mit entsprechenden Zuwegungen zerstört.
Auch wurde klar angesprochen, dass die geplanten Anlagen auf dem Hahneberg/Langenberg nur der Anfang der Zerstörung des größten zusammenhängenden hessischen Waldgebietes wäre.
Völliges Unverständnis haben die Freie Wähler, die sich nur dem Bürgerwillen verpflichtet fühlen, dass regionale Parteivertreter bereit sind den Lebens-und Naturraum der Menschen, die ihnen ein Mandat auf Zeit gegeben haben, so nachhaltig zu zerstören.“

Bruno Leck, Gerhard Niemeyer, Albert Kauffeld, Bärbel Mlasowsky, Irmgard Croll, FWG Fraktion Kreistag und Trendelburg
Sonja Erler und Karsten Leineke am Standort WKA 13

Sonja Erler und Karsten Leineke von „Windpark Reinhardswald – dagegen!“ am geplanten Standort der WKA 13

„Der Reinhardswald ist kein zerstörtes Areal, welches bedenkenlos wirtschaftlichen Interessen zugeführt werden darf.
Der Reinhardswald lebt, der Reinhardswald blüht und der Reinhardswald ist nach wie vor eines der wertvollsten und potentialreichsten Waldgebiete Deutschlands für Pflanzen, für Tiere und den Menschen.
Starke Bündnisse und starken Stimmen sind gefragt, um alle an der Umsetzung möglicher Windparks beteiligte Menschen umzustimmen und zur Besonnenheit wie zur Wertschätzung der Region und der Natur zu führen.“

Sonja Erler und Karsten Leineke
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Unseriös

Wie korrupt ist Nordhessen?

Korruption in Nordhessen in Zusammenhang mit Windkraftprojekten? Ist das vorstellbar?

In einem Zeitungsartikel der Print Ausgabe der HNA vom 28.07.2020 wird berichtet, dass es im Jahr 2019 bei einem Einbruch im Regierungspräsidium zum Diebstahl von Unterlagen aus Windkraftprojekten gekommen sei.

Die taz wiederum schreibt im Juni 2019 über die Weitergabe von Informationen eines Ex-Mitarbeiters des Regierungspräsidiums an das ZDF-Magazin Frontal, in denen es um von der Industrie bezahlte Gefälligkeitsgutachten geht.

„Dort würden von der Industrie bezahlte Gefälligkeitsgutachten herangezogen, um Windkraftanlagen im schützenswerten Reinhardswald durchzudrücken, sagte ein Ex-Mitarbeiter der Behörde dem ZDF-Magazin Frontal.“

Ist die Windkraftbranche zu einem Haifischbecken geworden?

Erst im April diesen Jahres hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück einen millionenschweren Betrug mit Windparks auffliegen lassen, wie der NDR am 20.04.2020 berichtete.

Wird auch der Windkraft-Ausbau in Nordhessen und dem Reinhardswald irgendwann zu einem Fall für die Staatsanwaltschaft?

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Blog Demo

Demo Impressionen: Gemeinsam sind wir nicht zu stoppen

„Gemeinsam sind wir nicht zu stoppen“ könnte eine Überschrift der Demo vom 02.07.2020 in Trendelburg vor der Kulturhalle anlässlich der Stadtverordnetenversammlung sein.

Das Netzwerk des Widerstandes gegen den Windpark Reinhardswald aus den Initiativen „Windpark-Reinhardswald – dagegen!“ , „Rettet den Reinhardswald“ , „Bürgerinitiative Pro Reinhardswald“ , „Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald“ , „Bürgerinitiative Hoher Berg“ und „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Hessen“ , der „Freien Wahlgemeinschaft Trendelburg“ wie auch allen anderen Helfern und Netzwerkern hat zu diesem kraftvollen Ausdruck in der Öffentlichkeit geführt, der zeigt, dass der Reinhardswald, das „Schatzhaus der europäischen Wälder“, kein Ort für Windparks und kein Ort für eine verfehlte Energiepolitik ist.
Ein besonderer Dank geht darüber hinaus an unsere Redner Hermann-Josef Rapp (die Stimme des Reinhardswaldes), den ehemaligen Bürgermeister Trendelburgs Bernhard Klug sowie den Pfarrer der Gemeinde Lippoldsberg Christian Trappe.

(Anmerkung der Redaktion: Aufzählungen von Unterstützen und Helfern sind ein heißes Eisen. So schnell vergisst man wichtige Pole. Sollte sich jemand unberücksichtigt fühlen, bitte eine Info an info@windpark-reinhardswald-dagegen.de )

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Blog Demo

Demo in Trendelburg, 02.07.2020

  • Gegen die geplante Bürgschaftserhöhung
  • Gegen den Verbleib Trendelburgs in der Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG
  • Gegen den Windpark im Reinhardswald

Am 02.07.2020 um 20:00 Uhr ist Stadtverordnetenversammlung in Trendelburg (Beginn der Demo ist 19:00 Uhr!).

Die Abgeordneten von SPD und CDU werden in dieser Sitzung für eine Bürgschaftserhöhung im Rahmen erweiterter Darlehen zur Finanzierung des Windparks im Reinhardswald stimmen.

Der Verbleib der bislang in die Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG hinein gegebenen Gelder ist völlig unklar ebenso wie die geplante Nutzung des nun zur Diskussion stehenden Nachschlags.

Das Windpark Projekt wird zum Fass ohne Boden.

Trendelburg muss der Windpark Reinhardswald GmbH den Rücken kehren und ein klares Zeichen setzen, dass die Gemeinde Trendelburg weder ein Spielball des windigen Projektierers Ralfs Pascholds noch der der Betreiberorganisation insgesamt ist.

Raus aus dem Projekt, rein in ein Bündnis aller Kommunen, die für den Schutz des Waldes, für den Schutz unserer Landschaft und für den Schutz von Werten und Tourismus steht.

  • Veranstalter: „Windpark Reinhardswald – dagegen!“
  • Ort: vor der Kulturhalle in Trendelburg (Bürgermeister-Franz-Witzel-Straße 6, 34388 Trendelburg)
  • Datum: 02.07.2020
  • Uhrzeit: 19:00 Uhr
  • Corona: Alle aktuellen Bedingungen werden eingehalten. Abstand halten und Mundschutz nicht vergessen!
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Blog Politik

Unseriös! Priska Hinz verspricht zu viel

Auf der Internetseite des „Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“ sind in einem Artikel vom 04.07.2017 folgende Zitate von Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) zu finden, die im Nachgang allesamt als gescheitert angesehen werden müssen.

„Der Vertrag zwischen dem Vorstand der Energiegenossenschaft Reinhardswald und Hessen-Forst ist ein wichtiger Beitrag zur bürgernahen Umsetzung der Energiewende in Nordhessen.“

Die ausgebildete Erzieherin Priska Hinz wirft hier schon ganz wesentliche Dinge durcheinander, wie es die Berichterstattung im Allgemeinen in großer Breite praktiziert: gesprochen wird von der Energiewende, gearbeitet wird an der Stromwende. Dann sehen die Zahlen auch viel besser aus.

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland lag nach den Angaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in 2018 bei 12.900 PJ. Diese Energie wird bereitgestellt aus den Energieträgern Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, Mineralöl, Kernenergie wie auch aus erneuerbaren Energieformen. Nimmt man den Begriff Energiewende oder Dekarbonisierung ernst, müssen die erneuerbaren Energieformen alle Energieträger ersetzen, die mit einem hohen Umsatz von Kohlenstoff verbunden sind: also Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Mineralöl. Der Anteil der erneuerbaren Energieformen liegt bei 14% im Kontext des Primärenergieverbrauches. Medienwirksam zitiert wird regelmäßig, dass die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien einen Anteil von nahezu 50% hat. Das betrifft aber lediglich den Energieverbrauch, der aus Strom gedeckt wird und damit der Stromwende zuzuordnen ist.

Somit ist der Weg für einen ernsthaften Umstieg viel weiter als allgemein bekannt ist.

So wird die 2% Regel für den Zubau im Sektor Windenergie zu einem heuchlerischen Konjunkturprogramm aus Aufschlägen auf den Strompreis während die Automobilbranche den Verkauf von 1,1 Millionen SUV Zulassungen in Deutschland im Jahr 2019 und die Kreuzfahrtbranche 2,23 Millionen Passagiere ebenfalls in Deutschland im Jahr 2018 feiert. Tendenz in beiden Fällen steigend.

Nicht falsch verstehen. Am richtigen Ort mit dem richtigen Konzept sind wird für jede Form regenerativer Energiegewinnung zu haben.

Aber für das, was hier passiert, bekommt ihr unseren Reinhardswald nicht.

Energiewende geht nur unterstützt durch konsequente Energieeinsparung. Der Wirtschaftsmotor muss sich davon verabschieden, der Erde unentwegt Ressourcen zu entnehmen um diesen zu veredeln und unsinnigen Verbrauchskreisläufen zuzuführen.

Dazu muss unsere Welt vollständig neu gedacht werden.

„Wann immer regionale Anbieter als starke Partner für Bürgerbeteiligung bei Windparkprojekten die besten Konditionen bieten, sollen sie bei der Vergabe zur Errichtung von Windkraftanlagen auch zum Zug kommen. Das entspricht unserer Politik und dafür haben wir auch den notwendigen Rahmen gesetzt. Ich freue mich daher sehr, dass uns dies hier im Reinhardswald gelungen ist. Die Wertschöpfung aus der regionalen Windenergie bleibt also auch hier in der Region“

Der Projektierer und Teilhaber Ralf Paschold verdient vor Ort und plant mit Vestas Anlagen mit Sitz in Dänemark. Regionale Wertschöpfung geht anders.

Selbstverständlich werden dabei alle relevanten Aspekte wie Naturschutz, Landschaftsbild und Bürgerinteressen geprüft und bedacht“

Die Themen Naturschutz, Landschaftsbild und Bürgerinteressen werden in ehrenamtlicher Tätigkeit von den Bürgerinitiativen und Naturschutzinitiativen vor Ort geprüft, eingefordert und eingeklagt. Die Betreibergesellschaft hätte ohne gehaltvolle Prüfung längst rücksichtslos gebaut.

„Durch die besondere Situation des Gutsbezirkes Reinhardswald und der Bildung der gleichnamigen Energiegenossenschaft aus umliegenden Kommunen wird dieses Anliegen jetzt vorbildlich erfüllt.“

In der Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG sind nach einigen Ausstiegen lediglich vier Kommunen (Grebenstein, Trendelburg, Immenhausen und Fuldatal) verblieben. Damit sind die am Windpark Reinhardswald beteiligten und interessierten Kommunen deutlich unterrepräsentiert an der Gesamtmenge der Anrainerkommunen. Die Windparks im Reinhardswald werden von der Mehrheit der ortsnahen Bürgermeister aus guten Gründen abgelehnt.

„Nach Überzeugung von Umweltministerin Hinz ist dies der beste Weg, Akzeptanz in die Bürgerschaft und die Gemeinden vor Ort hineinzutragen und die wahrnehmbare Kritik gegen Windkraftprojekte im Reinhardswald abzubauen.“

Im Rahmen aller Unstimmigkeiten und Ungereimtheiten im Konzept und Genehmigungsverfahren der Windparks im Reinhardswald werden die Stimmen der Bürger und Kritiker gegen die Windparks immer lauter.

„Das weitere Verfahren zur Windenergiegewinnung im Reinhardswald wird sehr transparent verlaufen, um interessierten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild vom aktuellen Planungsstand zu verschaffen.“

Der Planungs- wie Ausführungsstand ist für die Bürger und sogar für die beteiligten Kommunen völlig in-transparent. Gelder sollen zur Verfügung gestellt werden, ohne saubere Darstellung im Rahmen einer Wirtschaftlichkeits- und Risikobetrachtung. Die Risikoverteilung ist völlig unsymetrisch. Informationsveranstaltungen werden zu Show-Veranstaltungen ohne Fundament und Verbindlichkeit.

Es ist zwingend notwendig, politische Phrasen gegen reales Geschehen abzugleichen, Frau Priska Hinz!

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Der Plan B des Kai Georg Bachmann

Der Plan B des Kai Georg Bachmann ist hier eigentlich gar nicht von Interesse, da er unmittelbar in Verbindung mit der Umsetzung der Windparkpläne im Naturpark Reinhardswald steht. Wir möchten Herrn Bachmann gerne in aller Konsequenz zu seinem Plan A einladen der folgendermaßen lautet:

Wir wollen grundsätzlich keine Windkraftanlagen im Reinhardswald. Allerdings, auch aus der Erkenntnis, dass auch in der zweiten Offenlage wieder große Teile im Reinhardswald als Windvorranggebiet ausgewiesen sind, halten wir es weiterhin für wichtig, auch einen Plan B zu haben und den kann man nicht erst vorbereiten, wenn in Anführungszeichen das Kind im Brunnen liegt.“

Zitiert aus dem Youtube-Kanal von Reinhardswald und Weser schützen mit einem Beitrag des Hessischen Rundfunks aus dem Jahr 2015, der folgend verlinkt ist.

Den Plan A „Wir wollen grundsätzlich keine Windkraftanlagen im Reinhardswald“ von Kai Georg Bachmann halten wir für ausbaufähig. Hätten wir, die Bürger und Bürgerinitiativen, neben den Gutachten und Untersuchungen im Bereich Naturschutz, Vogelschutz, Grundwasserschutz, Brandschutz, Landschaftsschutz, Tourismus u.a. die greifbare, sichtbare und konsequente Unterstützung des Kai Georg Bachmann mit all seiner Erfahrung aus dem nordhessischen Polit-Zirkus, würde vermutlich niemand mehr über mehrere Windparks im Reinhardswald sprechen. Wenn wir im Plan A erfolgreich zusammen arbeiten, Herr Kai Georg Bachmann, braucht es keine Plan B! Schließen Sie sich uns an, setzen Sie ein Zeichen für den Erhalt unserer und Ihrer Heimat. Unsere Einladung steht!