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Nachhilfe für Vizelandrat Andreas Siebert

Vor einigen Monaten diktiert Vizelandrat Andreas Siebert den örtlichen Gazetten eine leichtfertige Unbedenklichkeit gegenüber den Einflüssen mehrere Windparks im nordhessischen Naturpark Reinhardswald in die Federn. So heißt es:

Die touristische Akzeptanz werde durch Windkraftnutzung nicht gefährdet, lautet die Einschätzung von Andreas Siebert, Vizelandrat und Vorsitzender des Naturparks Reinhardswald. Das zeige die Erfahrung aus anderen Naturparken. Dies setze allerdings voraus, dass der Bau von Windkraftanlagen „mit Augenmaß erfolgt“.
Andreas Siebert in der HNA vom 03.06.2020

Das vielerorts vollständig andere Einschätzungen seitens der Regionalpolitik vorliegen zeigt ein Blick nach Südhessen:

Im Rheinganz-Taunus-Kreis wurden in diesem Jahr 13 von insgesamt 16 Weißflächen gestrichen.
Weißflächen sind Zonen, die im ersten Schritt weder als Vorranggebiete für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen noch von vorneherein zu Tabuzonen für Rotoren erklärt werden.
Die verbleibenden drei Zonen liegen im Rheingau und in Heidenrod. Die Gemeinde Heidenrod erklärt, dass „eine weitere Prägung der Landschaft durch zusätzliche Windräder dem Ziel der geplanten Stärkung des Tourismus zuwider laufe.
Der Landkreis Rheingau bekräftigt ebenfalls seine ablehnende Stellungnahme mit Fokus auf die Erhaltung einer einzigartigen Kulturlandschaft. „Der Eingriff in das Landschaftsbild wäre enorm“, heißt es. (FAZ vom 21.11.2020)

So wünschen sich Wald- und Naturschützer mit Blick auf den Reinhardswald, das Andreas Siebert durch die eine oder andere Nachhilfestunde der südhessischen Kollegen alsbald zu neunen Erkenntnissen kommt und sich als schützendes Schild vor die Region und seine Werte stellt.

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Wald bleibt Wald

Die Berichterstattung in den Medien geht kuriose Wege. In Bild und Text wird ein durch Borkenkäfer und Windbruch geschädigter Reinhardswald in die Köpfe der Menschen transportiert, dessen Wert derart erniedrigt scheinen soll, dass sich der Bau von mehreren Windparks im Reinhardswald im Handumdrehen rechtfertigen lässt.

Beides ist falsch. Es ist falsch, dass der Reinhardswald einer Wüste gleich seinem Baumbestand entledigt ist und es ist falsch, dass ein wie auch immer gearteter Zustand des Waldes eine Bebauung mit Windparks zulässt. Wald bleibt Wald.

In Artikeln wie „Der Reinhardswald ist keine Wüste„, „Märchenwald Reinhardswald“ oder „Geplanter Standort der WKA 11“ zeigen wir den Reinhardswald in seiner Beständigkeit im Sommer 2020.

Wir konnten Schützer und Botschafter des Reinhardswaldes wie

Harald Wegener (Bürgermeister Hann. Münden),
Fred Dettmar (Bürgermeister Reinhardshagen),
Bernhard Klug (Bürgermeister Trendelburg a.D. und Landesvorsitzender Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Hessen e.V.)
Hermann-Josef Rapp (stellv. Forstamtsleiter Forstamt Reinhardshagen a.D. oder auch bekannt als „Die Stimme des Reinhardswaldes“)

Die Freie Wähler-Fraktion des Landkreis Kassel mit ihrer Fraktionsvorsitzenden
Dr. Bärbel Mlasowsky (Zierenberg)
Albert Kauffeld (stellv. Bürgermeister Reinhardshagen)
Bruno Leck (Schauenburg)
Irmgard Croll (Calden)
Gerhard Niemeyer (FWG Trendelburg)

gewinnen, um an verschiedenen geplanten Windkraftanlagenstandorten aufzuzeigen, dass der Reinhardswald regenerationsstark, lebhaft und kraftvoll ist.

Harald Wegener am geplanten Standort der WKA 15

„Bürgermeister Harald Wegener, Hann. Münden, sieht sich einer Wertegemeinschaft zugehörig, um die so wichtigen Naherholungsfunktionen des gesamten Reinhardswaldes zu erhalten. Dazu ist er bereit, die Nachbarn seiner Kommune zu unterstützen, weil Naturschutz keine Grenzen kennt. Einziges Ziel muss die nachhaltige Aufforstung unserer Wälder sein, die nach Stürmen, Dürre und Käferbefall gelitten haben.
Eine finanzielle Ausbeutung des Waldes steht diesem Ziel entgegen und muss mit Nachdruck verhindert werden.“

Harald Wegener, Bürgermeister Hann. Münden

Fred Dettmar am geplanten Standort der WKA 20

„Der Wald leidet, aber lebt und er braucht unsere Hilfe nicht unbedingt.

Naturverjüngung schafft er alleine, Wiederaufforstung ist unsere Aufgabe.

Was er definitiv nicht braucht ist die zusätzliche Belastung und Versiegelung durch Windräder und Zufahrtsstraßen.

Gemeinsam dagegen – für unseren Wald

Fred Dettmar, Bürgermeister Reinhardshagen

Bernhard Klug am geplanten Standort der WKA 19

„Es ist höchste Zeit, den Wald nicht als Spielwiese für Windkraft zu betrachten. Seine Funktion als CO² Speicher ist überlebenswichtig für uns.
Deshalb ist eine gut durchdachte Aufforstung von Brachflächen mit klimaverträglichen Bäumen wesentlich wirksamer als es eine Windenergieanlage jemals sein kann!“

Bernhard Klug, Bürgermeister a.D.
Landesvorsitzender Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Hessen e.V. (SDW Hessen)

Hermann Josef Rapp am Wanderparkplatz Forstscheid (kein WKA Standort)

„Der Reinhardswald hat durch Stürme, Dürre und Borkenkäfer schwerste Schäden erlitten.
Er braucht nun Sachverstand, Investitionen und Ruhe, um wieder die volle Leistungskraft zum Wohle aller Bürger zu erlangen und keine neuen Wunden durch den Bau riesiger Windräder.“

Hermann-Josef Rapp, stellv. Forstamtsleiter Forstamt Reinhardshagen a.D. oder auch bekannt als „Die Stimme des Reinhardswaldes“

FW-Kreistagsfraktion mit Gerhard Niemeyer von der FWG Trendelburg am geplanten Standort der WKA 11

„Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler die schon seit Jahren im Kreistag aber auch außerhalb gegen die Zerstörung des Reinhardswaldes kämpft hat sich unter sachkundiger Führung von Karsten Leineke ein Bild vor Ort einer geplanten Windkraftanlage gemacht.
Sie fühlt sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass sich der Wald auch nach Windwurf und Borkenkäferbefall wieder regeneriert.
Es wäre nicht wieder gutzumachen, würde dieses „Schatzhaus der Europäischen Wälder „ durch große Windkraftanlagen mit entsprechenden Zuwegungen zerstört.
Auch wurde klar angesprochen, dass die geplanten Anlagen auf dem Hahneberg/Langenberg nur der Anfang der Zerstörung des größten zusammenhängenden hessischen Waldgebietes wäre.
Völliges Unverständnis haben die Freie Wähler, die sich nur dem Bürgerwillen verpflichtet fühlen, dass regionale Parteivertreter bereit sind den Lebens-und Naturraum der Menschen, die ihnen ein Mandat auf Zeit gegeben haben, so nachhaltig zu zerstören.“

Bruno Leck, Gerhard Niemeyer, Albert Kauffeld, Bärbel Mlasowsky, Irmgard Croll, FWG Fraktion Kreistag und Trendelburg
Sonja Erler und Karsten Leineke am Standort WKA 13

Sonja Erler und Karsten Leineke von „Windpark Reinhardswald – dagegen!“ am geplanten Standort der WKA 13

„Der Reinhardswald ist kein zerstörtes Areal, welches bedenkenlos wirtschaftlichen Interessen zugeführt werden darf.
Der Reinhardswald lebt, der Reinhardswald blüht und der Reinhardswald ist nach wie vor eines der wertvollsten und potentialreichsten Waldgebiete Deutschlands für Pflanzen, für Tiere und den Menschen.
Starke Bündnisse und starken Stimmen sind gefragt, um alle an der Umsetzung möglicher Windparks beteiligte Menschen umzustimmen und zur Besonnenheit wie zur Wertschätzung der Region und der Natur zu führen.“

Sonja Erler und Karsten Leineke
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Unseriös! Priska Hinz verspricht zu viel

Auf der Internetseite des „Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“ sind in einem Artikel vom 04.07.2017 folgende Zitate von Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) zu finden, die im Nachgang allesamt als gescheitert angesehen werden müssen.

„Der Vertrag zwischen dem Vorstand der Energiegenossenschaft Reinhardswald und Hessen-Forst ist ein wichtiger Beitrag zur bürgernahen Umsetzung der Energiewende in Nordhessen.“

Die ausgebildete Erzieherin Priska Hinz wirft hier schon ganz wesentliche Dinge durcheinander, wie es die Berichterstattung im Allgemeinen in großer Breite praktiziert: gesprochen wird von der Energiewende, gearbeitet wird an der Stromwende. Dann sehen die Zahlen auch viel besser aus.

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland lag nach den Angaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in 2018 bei 12.900 PJ. Diese Energie wird bereitgestellt aus den Energieträgern Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, Mineralöl, Kernenergie wie auch aus erneuerbaren Energieformen. Nimmt man den Begriff Energiewende oder Dekarbonisierung ernst, müssen die erneuerbaren Energieformen alle Energieträger ersetzen, die mit einem hohen Umsatz von Kohlenstoff verbunden sind: also Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Mineralöl. Der Anteil der erneuerbaren Energieformen liegt bei 14% im Kontext des Primärenergieverbrauches. Medienwirksam zitiert wird regelmäßig, dass die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien einen Anteil von nahezu 50% hat. Das betrifft aber lediglich den Energieverbrauch, der aus Strom gedeckt wird und damit der Stromwende zuzuordnen ist.

Somit ist der Weg für einen ernsthaften Umstieg viel weiter als allgemein bekannt ist.

So wird die 2% Regel für den Zubau im Sektor Windenergie zu einem heuchlerischen Konjunkturprogramm aus Aufschlägen auf den Strompreis während die Automobilbranche den Verkauf von 1,1 Millionen SUV Zulassungen in Deutschland im Jahr 2019 und die Kreuzfahrtbranche 2,23 Millionen Passagiere ebenfalls in Deutschland im Jahr 2018 feiert. Tendenz in beiden Fällen steigend.

Nicht falsch verstehen. Am richtigen Ort mit dem richtigen Konzept sind wird für jede Form regenerativer Energiegewinnung zu haben.

Aber für das, was hier passiert, bekommt ihr unseren Reinhardswald nicht.

Energiewende geht nur unterstützt durch konsequente Energieeinsparung. Der Wirtschaftsmotor muss sich davon verabschieden, der Erde unentwegt Ressourcen zu entnehmen um diesen zu veredeln und unsinnigen Verbrauchskreisläufen zuzuführen.

Dazu muss unsere Welt vollständig neu gedacht werden.

„Wann immer regionale Anbieter als starke Partner für Bürgerbeteiligung bei Windparkprojekten die besten Konditionen bieten, sollen sie bei der Vergabe zur Errichtung von Windkraftanlagen auch zum Zug kommen. Das entspricht unserer Politik und dafür haben wir auch den notwendigen Rahmen gesetzt. Ich freue mich daher sehr, dass uns dies hier im Reinhardswald gelungen ist. Die Wertschöpfung aus der regionalen Windenergie bleibt also auch hier in der Region“

Der Projektierer und Teilhaber Ralf Paschold verdient vor Ort und plant mit Vestas Anlagen mit Sitz in Dänemark. Regionale Wertschöpfung geht anders.

Selbstverständlich werden dabei alle relevanten Aspekte wie Naturschutz, Landschaftsbild und Bürgerinteressen geprüft und bedacht“

Die Themen Naturschutz, Landschaftsbild und Bürgerinteressen werden in ehrenamtlicher Tätigkeit von den Bürgerinitiativen und Naturschutzinitiativen vor Ort geprüft, eingefordert und eingeklagt. Die Betreibergesellschaft hätte ohne gehaltvolle Prüfung längst rücksichtslos gebaut.

„Durch die besondere Situation des Gutsbezirkes Reinhardswald und der Bildung der gleichnamigen Energiegenossenschaft aus umliegenden Kommunen wird dieses Anliegen jetzt vorbildlich erfüllt.“

In der Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG sind nach einigen Ausstiegen lediglich vier Kommunen (Grebenstein, Trendelburg, Immenhausen und Fuldatal) verblieben. Damit sind die am Windpark Reinhardswald beteiligten und interessierten Kommunen deutlich unterrepräsentiert an der Gesamtmenge der Anrainerkommunen. Die Windparks im Reinhardswald werden von der Mehrheit der ortsnahen Bürgermeister aus guten Gründen abgelehnt.

„Nach Überzeugung von Umweltministerin Hinz ist dies der beste Weg, Akzeptanz in die Bürgerschaft und die Gemeinden vor Ort hineinzutragen und die wahrnehmbare Kritik gegen Windkraftprojekte im Reinhardswald abzubauen.“

Im Rahmen aller Unstimmigkeiten und Ungereimtheiten im Konzept und Genehmigungsverfahren der Windparks im Reinhardswald werden die Stimmen der Bürger und Kritiker gegen die Windparks immer lauter.

„Das weitere Verfahren zur Windenergiegewinnung im Reinhardswald wird sehr transparent verlaufen, um interessierten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild vom aktuellen Planungsstand zu verschaffen.“

Der Planungs- wie Ausführungsstand ist für die Bürger und sogar für die beteiligten Kommunen völlig in-transparent. Gelder sollen zur Verfügung gestellt werden, ohne saubere Darstellung im Rahmen einer Wirtschaftlichkeits- und Risikobetrachtung. Die Risikoverteilung ist völlig unsymetrisch. Informationsveranstaltungen werden zu Show-Veranstaltungen ohne Fundament und Verbindlichkeit.

Es ist zwingend notwendig, politische Phrasen gegen reales Geschehen abzugleichen, Frau Priska Hinz!

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Bachmann und Paschold im Land der Märchen

In einem Artikel der HNA vom 21.03.2018 weiß Kai Georg Bachmann voller Begeisterung zu berichten, dass auf dem Langenberg im Reinhardswald im Jahresmittel 7m/s Windgeschwindigkeit vorherrschen. Auf dieser Basis gibt er einen zu erwartenden Energieertrag pro Windkraftanlage von 18 GWh pro Jahr an.

Der DWD sieht im Reinhardswald 5-5,5 m/s Windgeschwindigkeit im Jahresmittel und behält sich vor, die 7m/s im Wesentlichen für Nord- und Ostseeküste aufzuführen.

EGR Kollege Ralf Paschold ist da um einiges vorsichtiger: er gibt am 17.05.2019 in einem weiteren HNA Artikel einen Ertrag von 15,75 GWh pro Anlage und Jahr zu Protokoll. Damit liegt Paschold knapp 13% niedriger in seinen Erwartungen.

Die beiden Herren benötigen wohl noch die eine oder andere Abstimmung.

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Der Plan B des Kai Georg Bachmann

Der Plan B des Kai Georg Bachmann ist hier eigentlich gar nicht von Interesse, da er unmittelbar in Verbindung mit der Umsetzung der Windparkpläne im Naturpark Reinhardswald steht. Wir möchten Herrn Bachmann gerne in aller Konsequenz zu seinem Plan A einladen der folgendermaßen lautet:

Wir wollen grundsätzlich keine Windkraftanlagen im Reinhardswald. Allerdings, auch aus der Erkenntnis, dass auch in der zweiten Offenlage wieder große Teile im Reinhardswald als Windvorranggebiet ausgewiesen sind, halten wir es weiterhin für wichtig, auch einen Plan B zu haben und den kann man nicht erst vorbereiten, wenn in Anführungszeichen das Kind im Brunnen liegt.“

Zitiert aus dem Youtube-Kanal von Reinhardswald und Weser schützen mit einem Beitrag des Hessischen Rundfunks aus dem Jahr 2015, der folgend verlinkt ist.

Den Plan A „Wir wollen grundsätzlich keine Windkraftanlagen im Reinhardswald“ von Kai Georg Bachmann halten wir für ausbaufähig. Hätten wir, die Bürger und Bürgerinitiativen, neben den Gutachten und Untersuchungen im Bereich Naturschutz, Vogelschutz, Grundwasserschutz, Brandschutz, Landschaftsschutz, Tourismus u.a. die greifbare, sichtbare und konsequente Unterstützung des Kai Georg Bachmann mit all seiner Erfahrung aus dem nordhessischen Polit-Zirkus, würde vermutlich niemand mehr über mehrere Windparks im Reinhardswald sprechen. Wenn wir im Plan A erfolgreich zusammen arbeiten, Herr Kai Georg Bachmann, braucht es keine Plan B! Schließen Sie sich uns an, setzen Sie ein Zeichen für den Erhalt unserer und Ihrer Heimat. Unsere Einladung steht!

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Acht Männer ein Wort

Im Jahr 2018 unterschreiben acht Männer, die Bürgermeister der Anrainergemeinden des Reinhardswaldes, eine energiegeladene und kraftvolle „Resolution zur Bewahrung des Reinhardswaldes und Appell gegen seine Zerstörung“.

Die Macher von „Rettet den Reinhardswald“ weisen in Ihrem Blog-Beitrag vom August 2019 nochmals auf den Zusammenschluss der politischen Kräfte rund um den Reinhardswald hin. Die Windparks im größten zusammenhängenden Waldgebiet Hessens sind nicht gewollt! Der Reinhardswald als das „Schatzhaus der europäischen Wälder“ ist der falsche Ort für industrielle Energiegewinnung!

Aus der Resolution:

„Wir alle sind Naturpark! Wir sind der Reinhardswald!
Wir, die unterzeichnenden Bürgermeister der Anrainerkommunen, wollen und müssen den Reinhardswald schützen und auch für nachfolgenden Generation bewahren. Wir ganz persönlich und im Namen der Bürgerinnen und Bürger, der Menschen in unseren Orten erwarten, dass Kriterien, wie die Auswirkungen auf Natur, Tourismus, Erholung und Landschaftsbild ernst genommen werden und fordern, dass die Überprägung des Reinhardswaldes mit technischen Großanlagen verhindert wird.
Wir sprechen uns in aller Deutlichkeit gegen den geplanten Bau von Windkraft im Wald aus und fordern die Landesregierung auf, unsere Bedenken und Argumente und auch die der abertausenden Einwände der Menschen aus unseren Orten endlich ernst zu nehmen, diese nicht wie bisher einfach unkommentiert zu ignorieren und die aktuelle Fehlentwicklung zu stoppen.
Für den Schutz und die Bewahrung von Reinhardswald und Weser werden wir gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern kämpfen. Wir fordern die hessische Landesregierung auf, auch unsere Interessen zu vertreten und ihren Staatsforst, unserem Reinhardswald, den nötigen Respekt und Schutz zukommen zu lassen, den er verdient.“

Resolution zur Bewahrung des Reinhardswaldes und Appell gegen seine Zerstörung

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Bannerflächen gesucht

Das Aktionsbündnis „Rettet den Reinhardswald“ sucht Bannerflächen in Kassel, Hofgeismar und Hann.-Münden. Könnt Ihr helfen? Wer von euch kann in diesen Städten noch einen Platz anbieten, an dem die Banner von „Rettet den Reinhardswald“ gut sichtbar hängen könnten? Sie liegen in der Größe 3 m x 1,50 m vor und weisen rundherum Ösen auf. Bitte meldet euch bei info@rettet-den-reinhardswald.de !

Vielen Dank!

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Der Reinhardswald braucht dich!

Der Reinhardswald braucht dich! Wir sind überzeugt davon,
dass viele Menschen aus der Region und darüber hinaus „ihren“
Reinhardswald für einen überaus schützenswerten Lebensbereich für Tiere, Menschen und Pflanzen halten.

Für die Gesetzgebung und die Planung von Lebensraum ist es für uns ganz selbstverständlich, dass beispielsweise unsere Altstädte erhaltenswert sind und nicht durch beliebe Infrastrukturmaßnahmen oder architektonische Abwandlungen beeinflusst werden dürfen.

Weil für den Menschen dadurch ausstrahlungsstarke, befriedende und genüsslich Lebensräume entstehen.

So trennen wir auch Industriegebiete von Wohngebieten und vieles mehr.

Weil für Menschen damit klar erkennbare Orte entstehen, die einen hohen Wert für Leben, Freizeit, Arbeit, Regeneration und Genuss darstellen.

Genau deswegen braucht es den Reflex, die Logik, das Verständnis wie auch flächendeckende Regelungen, dass die wertvollsten Wald und Naturgebiete unseres Landes ganz unverändert und natürlich einen klar erkennbaren Lebensraum für Tiere, Menschen und Pflanzen darstellen, der kein Ort für wirtschaftlich Interessen, Gewinnaussichten oder auch insgesamt notwendige Technologien der Energiewende ist.

Auf der Facebook-Seite von Gero Lenhardt / Mein Reinhardswald war
kürzlich folgendes Zitat zu finden:

Als der Wald zum nachwachsenden Rohstoff wurde, verrohte das Verständnis für den Wald.
(Klaus Ender)

Unsere Entscheidung ist relevant für viele Jahre, viele Jahrzehnte und Jahrhunderte.

Aber jetzt zurück zum Titel des Beitrags: der (Reinhards-)Wald
braucht dich als sichtbaren Teil der Verantwortung gegenüber diesem Naturgebiet! In irgendeiner Form. Aktiv oder passiv. Es gibt so viele Möglichkeiten! Wer sich an der konkreten Mitarbeit, an den Versammlungen und Demonstration nicht beteiligen kann der hat doch immer auch die Möglichkeit online an Petionen teilzunehmen oder die
Facebook- und Twitter-Kanäle der Bürgerinitiativen wie
Windpark Reinhardswald – dagegen„, „Rettet den Reinhardswald„,
Pro Märchenland„, „Bürgerinitiative Pro Reinhardswald„,
Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald“ der „Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald
“ oder anderen für die eigene Zustimmung zu nutzen.
Wenn möglich entscheiden Sie sich nicht für eine dieser Bürgerinitiativen sondern für alle.
Es ist ein Unterschied, ob diese in der öffentlichen
Wahrnehmung, in der Wahrnehmung der Presse oder der Gesetzgeber
mit 100, 1.000 oder 10.000 Unterstützern sichtbar sind.

Macht mit! Jetzt!

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Berufung wahrscheinlich

In dieser Runde konnte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) mit ihrem Landesvorsitzenden Bernhard Klug, Ex-Bürgermeister von Trendelburg, noch nicht erfolgreich gegen den Bau von drei Windrädern im Reinhardswald knapp an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen abschließen.
Hinweise auf die nicht ausreichende Berücksichtigung der Bedürfnisse
des Rotmilans und der Fledermaus wie auch die Ausführungen zum Denkmalschutz konnten das Gericht nicht zur Ablehnung des Vorhabens bewegen. Vorwürfe an das Regierungspräsidium und die Windpark Bad Karlshafen GmbH bezüglich nicht ausreichender Antragsprüfung wurden von deren Vertretern zurückgewiesen.
Bernhard Klug berichtet, dass der SDW nun eine Berufung gegen das Urteil prüfe. Windrädern in einer Region wie dem Reinhardswald müsse weiter der Kampf angesagt werden. „Windpark-Reinhardswald-dagegen“ wünscht viel Erfolg und sichert seine Unterstützung zu!

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Petition: Keine Windkraftanlagen im Wald

Der Reinhardswald braucht Ihre Hilfe! Die wertvollsten Waldgebiete unseres Landes müssen vor der Nutzung durch Windkraftanlagen geschützt werden! Auf dieser Webseite, der Webseite der Petition oder dem Online Auftritt des Aktionsbündnisses „Rettet den Reinhardswald“ finden Sie vielfältige wie fundierte Informationen, dass der Reflex, schützenswerte Waldgebiete nicht für derartige Projekte nutzbar zu machen, zwingend zur gesellschaftlichen Gestaltungsgrundlage gehören muss.

Folgen Sie diesem Link und werden Teil der Bewegung zum Schutz des Reinhardswaldes! Vielen Dank!

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Nicht um jeden Preis

Die Rheinische Post greift mit einem Beitrag von Michael Heckers ein Thema auf, welches mit erfreulich zunehmender Dynamik die Diskussion rund um für Windkraft taugliche Anlagenstandorte thematisiert (Link zum Artikel). Die Dekarbonisierung unserer Energiegewinnungssysteme braucht definitiv die Windkraft. Aber nicht um jeden Preis. So wie Abstandsregelungen, Sicherheitsauflagen und viele andere Parameter Richtlinien für die Bestimmung von Anlagenstandorten schaffen, müssen weitere Regeln integriert werden. Dazu gehört, dass Waldflächen niemals der richtige Standort für diese Art der Energiegewinnung ist.

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Infoveranstaltung der Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald

Die HNA berichtet von einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald Anfang Dezember 2019 (Link zum Artikel).
Besonders wertvoll dürften die Äußerungen von BI-Sprecherin Gabriele Niehaus-Uebel gewesen sein, dass durch die letzten Stürme entstandene Freiflächen nicht automatisch Areale für den Bau von Windkraftanlagen seinen. Aufforstung sei hier das entscheidende Stichwort mit großen Potentialen in Sachen Grundwassergewinnung, CO2 Bindung und Schutz der noch intakten Waldgebiete vor erneutem Windbruch durch diese besonderen Angriffsflächen.
Des weiteren betont der SDW Hessen, sich im Gegensatz zu anderen Umweltverbänden nicht kaufen lassen zu wollen. Ein häufig praktizierter Ansatz der Investoren und Betreiber, um Bürger, Anwohner und Verbände zum Schweigen zu bringen.